iMac Pro als Monitor nutzen
Ja, der iMac Pro funktioniert als vollwertiger 5K-Monitor für einen anderen Mac. Ich nutze ihn jeden Tag als Bildschirm: Mit DisplayBridge, der App, die ich entwickle, schickt mein MacBook Pro seinen zweiten Schreibtisch über ein einziges Thunderbolt-Kabel auf den iMac Pro.
Kurz gesagt: Jeder seiner vier Thunderbolt-3-Anschlüsse funktioniert, das Bild läuft mit 5K und 60 Hz, und weil der iMac Pro immer noch ein leistungsstarker Mac ist, lohnt es sich, ihn als Mac zu behalten.
Die wichtigsten Daten des iMac Pro
| Modellname | „iMac Pro (2017)“, Modellnummer A1862, in Space Grau |
|---|---|
| Display | 5120 × 2880 Pixel, 500 Nits, großer Farbraum (P3) |
| Thunderbolt | Vier Thunderbolt-3-Anschlüsse (USB-C) auf der Rückseite |
| Letztes macOS | macOS 15 Sequoia |
| DisplayBridge | Getestet, funktioniert: volles 5K mit 60 Hz, mit Ton; mein täglicher Bildschirm |
| AirPlay-Empfänger | Ja |
| Target Display Mode | Nein |
| Gebrauchtpreis (Richtwert) | Etwa 700 €, die meisten Geräte kosten zwischen 600 und 700 € |
Was DisplayBridge ist
DisplayBridge ist die Mac-App, die ich entwickle, um einen Mac als Bildschirm für einen anderen zu nutzen. Sie läuft auf beiden Macs, die über ein einziges Thunderbolt-Kabel verbunden sind, und ein Klick auf Verbinden macht den iMac Pro zum zweiten Bildschirm des Macs, an dem du arbeitest: unkomprimiert, in voller 5K-Auflösung mit 60 Hz und mit Ton. Trennst du die Verbindung, ist der iMac Pro wieder ein normaler Mac. Nach 7 Tagen kostenlosem Testen kostet die App einmalig 29 US-Dollar inklusive Mehrwertsteuer (rund 26 €). Der iMac Pro braucht nie eine Lizenz.
So nutze ich ihn: ein iMac Pro als zweiter Bildschirm eines MacBook Pro
Mein iMac Pro ist der Bildschirm, den ich mit meinem MacBook Pro nutze. Auf beiden läuft DisplayBridge, ein Kabel verbindet sie, und wenn ich auf „Verbinden“ klicke, wird der iMac Pro zum zweiten Bildschirm des MacBooks, mit den vollen 5120 × 2880 Pixeln und 60 Hz. So sieht das DisplayBridge-Fenster während einer solchen Verbindung aus, hier auf Englisch:
Der iMac Pro hat vier Thunderbolt-3-Anschlüsse, doppelt so viele wie die normalen 5K-iMacs, und jeder davon funktioniert für das Kabel. Im Fenster stelle ich Helligkeit und Lautstärke des iMac Pro ein und wähle, ob der Ton auf dem iMac Pro, auf dem MacBook oder auf beiden läuft. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt die ganze Einrichtung mit Screenshots.
Der iMac Pro kann außerdem AirPlay empfangen. Das ist kostenlos und kabellos, komprimiert aber das Bild und nutzt nicht die native 5K-Auflösung des Panels. Für die tägliche Arbeit nehme ich das Kabel.
Der schönste 5K-iMac, mit richtig guten Lautsprechern
Für mich ist der iMac Pro der schönste aller 5K-iMacs. Das Aluminium in Space Grau macht zusammen mit der passenden dunklen Tastatur und Maus, die dabei waren, neben einem modernen MacBook immer noch richtig was her.
Auch klanglich überzeugt er. Mit DisplayBridge kann der Ton deines MacBooks über dasselbe Kabel aus dem iMac Pro kommen: Wähl im DisplayBridge-Fenster unter „Ton läuft über“ den iMac Pro aus. Seine Lautsprecher sind sehr gut, laut und mit kräftigem Bass, sodass der iMac Pro gleichzeitig Bildschirm und Lautsprecher deines MacBooks wird.
Es lohnt sich, ihn als Mac zu behalten
Mit Xeon-Prozessor, Workstation-Grafik und 10-Gigabit-Ethernet ist der iMac Pro immer noch ein leistungsfähiger Mac, und er läuft mit macOS Sequoia. Mit DisplayBridge ist er dein zweiter Bildschirm, wann immer du einen brauchst, und den Rest der Zeit ein vollwertiger Mac. Ein Umbau-Kit würde dagegen seine Hauptplatine für immer entfernen, und der Board-Verkäufer, bei dem ich gekauft habe, führt den iMac Pro nicht einmal auf.
Bekannte Schwachstellen des iMac Pro
2018 berichteten viele Besitzer eines iMac Pro von plötzlichen Neustarts (Kernel Panics), oft nachdem der Mac im Ruhezustand gewesen war. Die Absturzberichte deuteten auf die Firmware seines T2-Chips hin. Wenn du einen gebrauchten iMac Pro testest, lass ihn ein paar Mal in den Ruhezustand gehen und weck ihn wieder auf. Startet er unerwartet neu, lass die Finger davon. Meiner läuft als täglicher Bildschirm einwandfrei.
Was ein gebrauchter iMac Pro kostet
Der iMac Pro wird deutlich seltener verkauft als die normalen 5K-iMacs. Funktionierende Geräte kosten gebraucht etwa 700 €, die meisten zwischen 600 und 700 €, gut ausgestattete bis etwa 1.150 €. Das ist ungefähr so viel wie ein iMac von 2020. Willst du nur einen 5K-Monitor, kommst du mit einem iMac von 2017 deutlich günstiger zu einem Display derselben Klasse.
Bevor du einen kaufst, geh die Checkliste auf meiner Seite zum iMac 2017 durch: Thunderbolt-Anschlüsse, Bildschirm, Apple Account und „Wo ist?“, Verwaltung durch Firmen (MDM) und Firmware-Passwort. Der iMac Pro hat außerdem Apples T2-Chip, der die Aktivierungssperre unterstützt: Öffne „Über diesen Mac“ und dann den Systembericht und prüf, ob in der Hardware-Übersicht „Status der Aktivierungssperre: Deaktiviert“ steht. Workstations wie der iMac Pro stammen oft aus Firmen, deshalb ist die MDM-Prüfung hier besonders wichtig.
Preise: Richtwerte aus verkauften Angeboten bei eBay in den USA, Zustand „Gebraucht“, April bis September 2026, ohne Ersatzteile, beschädigte oder gesperrte Geräte und nur von Verkäufern mit positiven Bewertungen. Die Dollarbeträge habe ich 1:1 in Euro übernommen, weil gebrauchte Macs hier nach meiner Erfahrung etwa so viele Euro kosten wie dort Dollar. Geprüft am 11. Oktober 2026.
Fragen dazu
Welchen Anschluss des iMac Pro nutze ich für DisplayBridge?
Einen beliebigen der vier Thunderbolt-3-Anschlüsse auf der Rückseite. Verbinde ihn mit einem Thunderbolt-Kabel oder einem USB-C-Kabel mit 40 Gbit/s mit deinem anderen Mac. Die USB-A-Anschlüsse und der 10-Gigabit-Ethernet-Anschluss werden dafür nicht gebraucht.
Gibt es ein Umbau-Kit für den iMac Pro?
Der Verkäufer, bei dem ich mein Treiberboard gekauft habe, führt die iMacs A1419 und A2115 auf, aber nicht den iMac Pro (A1862). Willst du einen umbauen, frag den Verkäufer mit der Teilenummer vom Aufkleber auf der Rückseite deines Panels. Mit DisplayBridge ist gar kein Umbau nötig.
Braucht der iMac Pro eine eigene DisplayBridge-Lizenz?
Nein. Eine Lizenz braucht nur der Mac, an dem du arbeitest, also der, der sein Bild sendet. Der iMac Pro, der das Bild anzeigt, braucht nie eine.