iMac 2020 (27 Zoll, 5K) als Monitor nutzen

Aktualisiert 2026-10-12

Ja, der 27-Zoll-iMac mit 5K von 2020 funktioniert als vollwertiger 5K-Monitor für einen anderen Mac. Ich habe ihn mit DisplayBridge getestet, der App, die ich entwickle, und über ein einziges Thunderbolt-Kabel läuft er einwandfrei.
Kurz gesagt: Der 2020er ist der am besten ausgestattete 5K-iMac und läuft noch mit dem neuesten macOS. Ihn solltest du also als Mac behalten, statt ihn umzubauen. Willst du nur einen 5K-Monitor kaufen, ist ein Modell von 2017 deutlich günstiger.

Die wichtigsten Daten des iMac 2020

Modellname„iMac (Retina 5K, 27″, 2020)“, Modellnummer A2115
Display5120 × 2880 Pixel, 500 Nits, großer Farbraum (P3), True Tone; optional mit Nanotexturglas
ThunderboltZwei Thunderbolt-3-Anschlüsse (USB-C) auf der Rückseite
Letztes macOSmacOS 26 Tahoe, Apples letztes macOS für Intel-Macs
DisplayBridgeGetestet, funktioniert: volles 5K mit 60 Hz, mit Ton
AirPlay-EmpfängerJa
Target Display ModeNein
Gebrauchtpreis (Richtwert)Etwa 700 €, die Hälfte der funktionierenden Geräte kostet zwischen 490 und 875 €

Was DisplayBridge ist

DisplayBridge macht einen Mac über ein einziges Thunderbolt-Kabel zum Bildschirm für einen anderen Mac. Installier die App auf dem iMac und auf dem Mac, an dem du arbeitest, verbinde beide, klick auf Verbinden, und der iMac wird zum zweiten Bildschirm dieses Macs, mit den vollen 5120 × 2880 Pixeln und 60 Hz, unkomprimiert und mit Ton. Trennst du die Verbindung, ist der iMac wieder dein Mac, und nichts an ihm hat sich verändert. Nach 7 Tagen kostenlosem Testen kostet die App einmalig 29 US-Dollar inklusive Mehrwertsteuer (rund 26 €), und der iMac braucht nie eine Lizenz.

Das Kabel kommt ins MacBook, und der 5K-iMac dahinter wird zum zweiten Bildschirm des MacBooks. Am Stück aufgenommen, ohne Schnitt.

Was den iMac 2020 auszeichnet

Der 2020er war der letzte und am besten ausgestattete 27-Zoll-iMac. Im Vergleich zu den Modellen von 2017 und 2019 hat sein Bildschirm zusätzlich True Tone, und nur ihn gab es mit Nanotexturglas, einer matten Oberfläche, die Spiegelungen reduziert. Außerdem hat er eine 1080p-Kamera, bessere Mikrofone und Lautsprecher und in jeder Ausstattung eine SSD. Und er läuft noch mit macOS 26 Tahoe, dem letzten macOS, das Apple für Intel-Macs herausbringt.

Als Monitor mit DisplayBridge funktioniert er genau wie die anderen 5K-iMacs: App auf beiden Macs installieren, ein Thunderbolt-Kabel oder ein USB-C-Kabel mit 40 Gbit/s an einen der beiden Thunderbolt-Anschlüsse auf der Rückseite stecken und auf „Verbinden“ klicken. Ich habe ihn getestet: Das Bild kommt unkomprimiert mit den vollen 5120 × 2880 Pixeln und 60 Hz an, und der Ton kommt aus den guten Lautsprechern des iMac. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt die Einrichtung mit Screenshots.

Lieber als Mac behalten als umbauen

Ein Umbau-Kit macht jeden 5K-iMac zu einem reinen Monitor, aber beim 2020er ergibt das am wenigsten Sinn. Ein funktionierendes Gerät ist immer noch etwa 700 € wert, es läuft mit aktuellem macOS, und das Kit würde seine Hauptplatine für immer entfernen. Beim 2020er müssen außerdem die neuen Klebestreifen zurechtgeschnitten werden. Mit DisplayBridge wird der iMac über ein Kabel zum selben 5K-Monitor und bleibt ein Mac, den du nutzen oder später verkaufen kannst.

Bekannte Schwachstellen des iMac 2020

Das am besten dokumentierte Problem des iMac von 2020 betraf Modelle mit der stärksten Grafikoption, der Radeon Pro 5700 XT: dünne weiße Linien, die zu zufälligen Zeitpunkten über den Bildschirm flackerten, selbst wenn der iMac gerade nichts tat. Apple hat das mit einem Update auf macOS Catalina 10.15.7 behoben, auf einem aktuellen macOS sollte es also nicht mehr auftreten. Siehst du bei einem Modell mit 5700 XT, das du kaufen willst, trotzdem Linien, lass die Finger davon: Auch wenn der iMac als Bildschirm dient, steuert sein eigener Grafikchip das Panel an.

Manche Besitzer berichten außerdem, dass der Lüfter in einem ruhigen Raum auch im Leerlauf zu hören ist. Hör beim Testen darauf, vor allem wenn der iMac nah bei dir stehen soll.

Was ein gebrauchter iMac 2020 kostet

Funktionierende 27-Zoll-5K-iMacs von 2020 kosten gebraucht etwa 700 €, die Hälfte liegt zwischen 490 und 875 €, und die Topausstattungen kosten deutlich über 1.000 €. Damit ist der 2020er der teuerste gebrauchte 5K-iMac. Willst du einen 5K-iMac nur als Monitor kaufen, bekommst du mit einem Modell von 2017 für etwa 280 € ein Display derselben Klasse.

Bevor du einen kaufst, geh die Checkliste auf meiner Seite zum iMac 2017 durch: Thunderbolt-Anschlüsse, Bildschirm, Apple Account und „Wo ist?“, Verwaltung durch Firmen (MDM) und Firmware-Passwort. Der iMac von 2020 hat außerdem Apples T2-Chip, der die Aktivierungssperre unterstützt: Öffne „Über diesen Mac“ und dann den Systembericht und prüf, ob in der Hardware-Übersicht „Status der Aktivierungssperre: Deaktiviert“ steht.

Preise: Richtwerte aus verkauften Angeboten bei eBay in den USA, Zustand „Gebraucht“, Juli bis Oktober 2026, ohne Ersatzteile, beschädigte oder gesperrte Geräte und nur von Verkäufern mit positiven Bewertungen. Die Dollarbeträge habe ich 1:1 in Euro übernommen, weil gebrauchte Macs hier nach meiner Erfahrung etwa so viele Euro kosten wie dort Dollar. Geprüft am 11. Oktober 2026.

Fragen dazu

Ist der iMac 2020 mit Nanotexturglas der bessere Monitor?

Das Nanotexturglas verringert Spiegelungen, was in hellen Räumen oder neben einem Fenster hilft. Als der iMac neu war, gab es das Glas nur gegen Aufpreis, deshalb haben es nur manche iMacs von 2020. Du erkennst es an der matten Oberfläche ohne die üblichen Spiegelungen. Mit DisplayBridge ist das Bild auf beiden Varianten dasselbe.

Sollte ich einen iMac 2020 mit einem Umbau-Kit zum Monitor machen?

Ich würde es nicht tun. Er ist der neueste iMac mit Intel-Prozessor, läuft mit macOS Tahoe, und ein funktionierendes Gerät ist gebraucht noch etwa 700 € wert. Bei einem Umbau wird die Hauptplatine dauerhaft entfernt. Mit DisplayBridge bekommst du über ein Kabel denselben 5K-Monitor und behältst einen Mac, den du weiter nutzen oder verkaufen kannst.

Lässt sich der iMac 2020 auch mit AirPlay nutzen?

Ja. Er kann AirPlay von einem anderen Mac empfangen, kabellos und mit komprimiertem Bild. Für die tägliche Arbeit in voller 5K-Auflösung liefert DisplayBridge über ein Thunderbolt-Kabel ein schärferes Bild mit weniger Verzögerung.

← Alle Anleitungen