iMac 2017 (27 Zoll, 5K) als Monitor nutzen

Aktualisiert 2026-10-12

Ja, der 27-Zoll-iMac mit 5K von 2017 funktioniert als vollwertiger 5K-Monitor für einen anderen Mac, über ein einziges Thunderbolt-Kabel mit DisplayBridge, der App, die ich entwickle. Ich nutze selbst so einen, und zwar das Basismodell.
Kurz gesagt: Der 2017er ist der älteste 5K-iMac, den DisplayBridge unterstützt, und der günstigste auf dem Gebrauchtmarkt. Selbst die kleinste Ausstattung ist schnell genug.

Die wichtigsten Daten des iMac 2017

Modellname„iMac (Retina 5K, 27″, 2017)“, Modellnummer A1419
Display5120 × 2880 Pixel, 500 Nits, großer Farbraum (P3)
ThunderboltZwei Thunderbolt-3-Anschlüsse (USB-C) auf der Rückseite
Letztes macOSmacOS 13 Ventura
DisplayBridgeGetestet, funktioniert: volles 5K mit 60 Hz, mit Ton
AirPlay-EmpfängerNein
Target Display ModeNein
Gebrauchtpreis (Richtwert)Etwa 280 €, die Hälfte der funktionierenden Geräte kostet zwischen 220 und 350 €

Was DisplayBridge ist

DisplayBridge ist eine Mac-App, die einen Mac zum Bildschirm für einen anderen macht. Du installierst dieselbe App auf dem iMac und auf dem Mac, an dem du arbeitest, verbindest beide mit einem Thunderbolt-Kabel und klickst auf Verbinden. Wenige Sekunden später taucht der iMac in den Systemeinstellungen als zweiter Bildschirm auf. Das Bild kommt unkomprimiert in voller 5K-Auflösung mit 60 Hz an, der Ton läuft über die Lautsprecher des iMac, und sobald du trennst, ist der iMac wieder ein normaler Mac. Nach 7 Tagen kostenlosem Testen kostet die App einmalig 29 US-Dollar inklusive Mehrwertsteuer (rund 26 €), und der iMac braucht nie eine Lizenz.

Ein Kabel ins MacBook, und der 5K-iMac dahinter wird zu seinem zweiten Bildschirm. Am Stück aufgenommen, ohne Schnitt.

Den iMac 2017 als Monitor nutzen

Der 2017er ist der älteste 5K-iMac, der mit DisplayBridge funktioniert, weil er als erster Thunderbolt-3-Anschlüsse hat. Sein letztes macOS ist Ventura, und genau das braucht DisplayBridge mindestens. Mit der App auf beiden Macs und einem Thunderbolt-Kabel oder einem USB-C-Kabel mit 40 Gbit/s in einem der beiden Anschlüsse auf der Rückseite wird der iMac zum zweiten Bildschirm für dein MacBook, deinen Mac mini oder dein Mac Studio, in der vollen 5K-Auflösung des Panels mit 60 Hz.

Eine schnelle Ausstattung brauchst du nicht. Meiner ist das Basismodell: Core i5 mit vier Kernen und 3,4 GHz, 8 GB Arbeitsspeicher und 1 TB Fusion Drive. DisplayBridge läuft darauf flüssig, weil der iMac das Bild nur empfängt und anzeigt. Die eigentliche Arbeit macht der andere Mac.

AirPlay kann der 2017er nicht empfangen, das geht erst ab dem iMac von 2019. Und wie alle 5K-iMacs hatte er nie den Target Display Mode. Als Monitor nutzen lässt er sich also mit DisplayBridge über ein Kabel oder mit einem Umbau-Kit, wenn du einen Windows-PC oder eine Spielkonsole anschließen willst. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt die Einrichtung mit Screenshots.

Was ein gebrauchter iMac 2017 kostet

Funktionierende 27-Zoll-5K-iMacs von 2017 kosten gebraucht etwa 280 €, die Hälfte der Geräte liegt je nach Ausstattung zwischen 220 und 350 €. Auf Kleinanzeigen findest du mit etwas Glück einen für rund 200 €. Ich habe meinen gebraucht für weniger als 200 Schweizer Franken gekauft. Für ein Display derselben Klasse zahlst du beim Modell von 2019 etwa 500 € und beim Modell von 2020 etwa 700 €.

Selbst zum vollen Preis ist der 2017er viel günstiger als jeder neue 5K-Monitor (ab etwa 600 €), und du bekommst ein 5K-Display in einem Aluminiumgehäuse, das auf dem Tisch immer noch gut aussieht.

Worauf du vor dem Kauf achten solltest

Ein gebrauchter iMac von 2017 ist ein gutes Angebot. Prüf vor dem Bezahlen aber diese Punkte, am besten vor Ort und mit eingeschaltetem iMac.

Der iMac selbst

  • Beide Thunderbolt-Anschlüsse funktionieren. DisplayBridge nutzt einen der beiden Thunderbolt-3-Anschlüsse auf der Rückseite. Am besten nimmst du deinen Mac und ein Thunderbolt-Kabel mit, installierst DisplayBridge auf beiden (die Testversion ist kostenlos) und verbindest sie direkt vor Ort. Sonst steckst du ein USB-C-Gerät nacheinander in beide Anschlüsse und prüfst, ob der iMac es erkennt.
  • Keine rosa oder rötlichen Ränder. Manche 5K-iMacs bekommen an den Bildschirmrändern einen rosa bis rötlichen Schimmer. Bekannt ist das vor allem vom Modell von 2015, aber auch manche Geräte von 2017 sind betroffen. Man sieht den Schimmer auf weißem Hintergrund, er kann stärker werden, wenn der iMac warm ist, und beheben lässt er sich nur mit einem neuen Display. Öffne ein rein weißes Bild im Vollbild, nachdem der iMac eine Weile gelaufen ist, und schau gerade auf die Ränder. Ein leichter Farbstich, den du nur von der Seite siehst, ist normal.
  • Keine Streifen, Flecken oder Risse auf dem Bildschirm.
  • Er startet normal. Die Basismodelle haben ein Fusion Drive oder eine Festplatte. Das ist langsam, für einen Bildschirm aber völlig in Ordnung, wie mein eigenes Basismodell zeigt. Ist das Laufwerk aber defekt, startet der iMac nicht mehr. Lass ihn aus dem ausgeschalteten Zustand hochfahren und führ im Festplattendienstprogramm „Erste Hilfe“ aus.

Sperren und Verwaltung durch Firmen

  • Vom Apple Account abgemeldet, „Wo ist?“ aus. Der Verkäufer sollte sich in den Systemeinstellungen von seinem Apple Account abmelden, wodurch auch „Wo ist?“ ausgeschaltet wird, und den iMac danach löschen. Bleibt „Wo ist?“ an, kann der Vorbesitzer den Mac aus der Ferne mit einem Code sperren. Eine Aktivierungssperre in der Hardware hat der iMac von 2017 nicht (dafür braucht es den T2-Chip des iMac von 2020 und des iMac Pro), deshalb kommt es genau auf diese Abmeldung an.
  • Keine Verwaltung durch eine Firma oder Schule. Viele gebrauchte Macs stammen aus Firmen oder Schulen. Ist der iMac noch in der Geräteverwaltung (MDM) der Organisation registriert, erscheint bei der Einrichtung ein Bildschirm „Entfernte Verwaltung“, und die Organisation kann ihn nach jedem Löschen wieder einrichten. Im Terminal sollte der Befehl profiles status -type enrollment „MDM enrollment: No“ und „Enrolled via DEP: No“ melden. Freigeben kann ihn nur die Organisation selbst, kauf also keinen, der noch registriert ist.
  • Kein Firmware-Passwort. Bei Intel-Macs verhindert ein Firmware-Passwort, dass der Mac aus der Wiederherstellung oder von einem anderen Laufwerk startet. Starte den iMac neu und halte dabei die Befehlstaste (⌘) und R gedrückt: Erscheint statt der Wiederherstellung ein Schloss mit Passwortfeld, muss der Verkäufer das Passwort erst entfernen.
  • Die Seriennummer stimmt. Vergleiche die Seriennummer unter „Über diesen Mac“ mit der auf der Unterseite des Standfußes und, falls vorhanden, mit der auf der Rechnung. Apples Abdeckungsprüfung zeigt zu jeder Seriennummer das genaue Modell.

Am einfachsten schließt du alle Sperren so aus: Bitte den Verkäufer, den iMac zu löschen und macOS neu zu installieren, und geh die ersten Einrichtungsschritte dann selbst durch. Erscheint kein Bildschirm „Entfernte Verwaltung“ und kannst du dein eigenes Benutzerkonto anlegen, ist der iMac frei. Die Ausstattung spielt dagegen kaum eine Rolle: Das Basismodell reicht.

Preise: Richtwerte aus verkauften Angeboten bei eBay in den USA, Zustand „Gebraucht“, Juli bis Oktober 2026, ohne Ersatzteile, beschädigte oder gesperrte Geräte und nur von Verkäufern mit positiven Bewertungen. Die Dollarbeträge habe ich 1:1 in Euro übernommen, weil gebrauchte Macs hier nach meiner Erfahrung etwa so viele Euro kosten wie dort Dollar. Geprüft am 11. Oktober 2026.

Fragen dazu

Ist das Basismodell des iMac 2017 als Monitor schnell genug?

Ja. Meiner ist das Basismodell mit Core i5 (vier Kerne, 3,4 GHz), 8 GB Arbeitsspeicher und 1 TB Fusion Drive, und DisplayBridge läuft darauf flüssig. Als Bildschirm empfängt der iMac nur das Bild und zeigt es an, dafür braucht er kaum Leistung.

Kann der iMac 2017 AirPlay von einem anderen Mac empfangen?

Nein. Als AirPlay-Empfänger für einen anderen Mac taugen erst iMacs ab 2019 und der iMac Pro. Der iMac von 2017 kann AirPlay senden, aber nicht empfangen. Um ihn als Bildschirm für einen anderen Mac zu nutzen, bleibt also DisplayBridge über ein Kabel.

Was hat es mit den rosa Rändern bei 5K-iMacs auf sich?

Manche 5K-iMacs bekommen an den Bildschirmrändern einen rosa oder rötlichen Schimmer, am häufigsten das Modell von 2015, aber auch manche von 2017. Am besten sieht man ihn auf weißem Hintergrund, und er kann stärker werden, wenn der iMac warm ist. Ein Reparaturprogramm gibt es dafür nicht, laut Besitzern hilft nur ein neues Display. Prüf beim Gebrauchtkauf die Ränder auf einem weißen Bild, nachdem der iMac eine Weile gelaufen ist.

Wie prüfe ich, ob ein gebrauchter iMac nicht gesperrt ist oder von einer Firma verwaltet wird?

Der Verkäufer sollte sich von seinem Apple Account abgemeldet haben, wodurch auch „Wo ist?“ ausgeschaltet wird, und den iMac gelöscht haben. Bei der ersten Einrichtung darf kein Bildschirm „Entfernte Verwaltung“ erscheinen, und im Terminal sollte der Befehl profiles status -type enrollment bei „MDM enrollment“ und „Enrolled via DEP“ jeweils No melden. Starte einen Intel-iMac neu und halte dabei die Befehlstaste und R gedrückt: Erscheint ein Schloss mit Passwortfeld, ist noch ein Firmware-Passwort gesetzt. Beim iMac von 2020 und beim iMac Pro prüfst du außerdem in den Systeminformationen, ob dort „Status der Aktivierungssperre: Deaktiviert“ steht.

Welches macOS braucht der iMac 2017 für DisplayBridge?

macOS 13 Ventura. Das ist zugleich das letzte macOS, das Apple für den iMac von 2017 herausgebracht hat. Läuft deiner noch mit einer älteren Version, aktualisiere ihn in den Systemeinstellungen auf Ventura, bevor du DisplayBridge installierst.

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