iMac 2019 (27 Zoll, 5K) als Monitor nutzen
Der 27-Zoll-iMac mit 5K von 2019 ist der erste iMac, der auf zwei Arten Monitor für einen anderen Mac sein kann: kabellos mit Apples AirPlay oder über ein Thunderbolt-Kabel mit DisplayBridge, der App, die ich entwickle.
Kurz gesagt: AirPlay ist kostenlos und reicht für die gelegentliche Präsentation. Für die tägliche Arbeit in der vollen 5K-Auflösung des Panels passt DisplayBridge besser. Einen iMac von 2019 hatte ich noch nicht auf dem Tisch. Er hat aber dieselben Thunderbolt-3-Anschlüsse wie die Modelle von 2017 und 2020, die ich getestet habe, und sollte deshalb genauso funktionieren.
Die wichtigsten Daten des iMac 2019
| Modellname | „iMac (Retina 5K, 27″, 2019)“, Modellnummer A2115 |
|---|---|
| Display | 5120 × 2880 Pixel, 500 Nits, großer Farbraum (P3) |
| Thunderbolt | Zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse (USB-C) auf der Rückseite |
| Letztes macOS | macOS 15 Sequoia |
| DisplayBridge | Sollte funktionieren (gleiche Anschlüsse und macOS-Unterstützung wie die getesteten Modelle), noch nicht getestet |
| AirPlay-Empfänger | Ja |
| Target Display Mode | Nein |
| Gebrauchtpreis (Richtwert) | Etwa 500 €, die Hälfte der funktionierenden Geräte kostet zwischen 325 und 650 € |
Was DisplayBridge ist
DisplayBridge ist die App, die ich genau für diese Aufgabe entwickle: einen Mac als Bildschirm für einen anderen zu nutzen. Dieselbe App läuft auf beiden Macs. Du verbindest sie mit einem Thunderbolt-Kabel, klickst auf Verbinden, und der iMac erscheint in den Systemeinstellungen als zweiter Bildschirm deines Macs. Anders als bei AirPlay kommt das Bild unkomprimiert in voller 5K-Auflösung mit 60 Hz an, und der Ton kann über den iMac laufen. Sobald du trennst, ist der iMac wieder ein normaler Mac. Nach 7 Tagen kostenlosem Testen kostet die App einmalig 29 US-Dollar inklusive Mehrwertsteuer (rund 26 €). Der iMac, der das Bild anzeigt, braucht nie eine Lizenz.
AirPlay oder DisplayBridge beim iMac 2019?
Seit macOS Monterey kann der iMac von 2019 AirPlay von einem anderen Mac empfangen und als dessen erweiterter Bildschirm dienen. Das ist kostenlos und kabellos und damit die einfachste Wahl, um eine Präsentation oder ein Video auf dem großen Bildschirm zu zeigen. Das Bild wird allerdings als komprimiertes Video übertragen und nutzt nicht die native 5K-Auflösung des Panels. Text wirkt deshalb weicher, und beim Arbeiten mit der Maus spürst du eine Verzögerung.
DisplayBridge verbindet die beiden Macs über ein Thunderbolt-Kabel oder ein USB-C-Kabel mit 40 Gbit/s an einem der beiden Thunderbolt-Anschlüsse des iMac. Das Bild kommt unkomprimiert mit den vollen 5120 × 2880 Pixeln und 60 Hz an, die Verzögerung liegt etwa 10 Millisekunden über der eines direkt angeschlossenen Monitors, und der Ton kommt aus den Lautsprechern des iMac. In meiner Anleitung zum Target Display Mode vergleiche ich beide direkt miteinander, und die Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt die Einrichtung von DisplayBridge.
Bekannte Schwachstellen des iMac 2019
Einen bekannten Bildschirmfehler hat der 2019er nicht, aber in seinen Standardausstattungen steckt ein Fusion Drive: eine Festplatte, kombiniert mit einem kleinen Flash-Speicher. Das ist langsam, und genau dieses Teil fällt bei diesen iMacs am häufigsten aus. Für die Nutzung als Bildschirm spielt das Tempo kaum eine Rolle, der iMac muss nur starten und DisplayBridge ausführen. Ist das Laufwerk defekt, startet er unter Umständen gar nicht mehr. Lass ihn bei der Besichtigung aus dem ausgeschalteten Zustand hochfahren, nutz ihn ein paar Minuten und führ im Festplattendienstprogramm „Erste Hilfe“ aus. Modelle mit SSD statt Fusion Drive haben das Problem nicht.
Wie bei jedem 5K-iMac solltest du außerdem die Bildschirmränder auf weißem Hintergrund auf einen rosa Schimmer prüfen. Bekannt ist das Problem vor allem vom Modell von 2015, ausschließen solltest du es aber bei jedem 5K-iMac.
Was ein gebrauchter iMac 2019 kostet
Funktionierende 27-Zoll-5K-iMacs von 2019 kosten gebraucht etwa 500 €, die Hälfte liegt zwischen 325 und 650 €. Die Topausstattungen mit Core i9 und Radeon Pro Vega 48 kosten deutlich mehr. Brauchst du nur einen Monitor, ist das Modell von 2017 für etwa 280 € das bessere Angebot, mit einem Display derselben Klasse. Der 2019er lohnt sich, wenn du auch einen Mac willst, auf dem macOS Sequoia läuft.
Bevor du einen kaufst, geh die Checkliste auf meiner Seite zum iMac 2017 durch: Thunderbolt-Anschlüsse, Bildschirmränder, Apple Account und „Wo ist?“, Verwaltung durch Firmen (MDM) und Firmware-Passwort. Wie der 2017er hat auch der 2019er keinen T2-Chip und damit keine Aktivierungssperre in der Hardware. Es kommt also darauf an, dass sich der Verkäufer von seinem Apple Account abmeldet.
Preise: Richtwerte aus verkauften Angeboten bei eBay in den USA, Zustand „Gebraucht“, Juli bis Oktober 2026, ohne Ersatzteile, beschädigte oder gesperrte Geräte und nur von Verkäufern mit positiven Bewertungen. Die Dollarbeträge habe ich 1:1 in Euro übernommen, weil gebrauchte Macs hier nach meiner Erfahrung etwa so viele Euro kosten wie dort Dollar. Geprüft am 11. Oktober 2026.
Fragen dazu
Soll ich beim iMac 2019 AirPlay oder DisplayBridge nutzen?
AirPlay, wenn du den großen Bildschirm nur ab und zu brauchst und es kabellos sein soll. Es kostet nichts. DisplayBridge, wenn du jeden Tag am iMac arbeiten willst: Das Bild kommt unkomprimiert in voller 5K-Auflösung mit 60 Hz über ein Kabel, und auch der Ton läuft über den iMac. Nach 7 Tagen kostenlosem Testen kostet die App einmalig 29 US-Dollar.
Ist DisplayBridge mit dem iMac 2019 getestet?
Noch nicht. Getestet habe ich die Modelle von 2017 und 2020 und den iMac Pro. Der 2019er liegt dazwischen, mit denselben zwei Thunderbolt-3-Anschlüssen und Unterstützung für aktuelle macOS-Versionen, und sollte deshalb genauso funktionieren. Am einfachsten prüfst du es mit der kostenlosen Testversion an deinem eigenen iMac.
Lohnt es sich, einen iMac 2019 nur als Monitor zu kaufen?
Nur wenn du auch einen neueren Mac willst. Als reiner Monitor hat das Modell von 2017 ein Display derselben Klasse und kostet gebraucht ungefähr die Hälfte: etwa 280 € gegenüber etwa 500 € für einen funktionierenden iMac von 2019.